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Archiv Porträts 09/2016-02/2015

In unserm Archiv finden Sie Porträts von Menschen, die Mehrsprachigkeit besonder fördern von September 2016 bis Februar 2015.

Porträt September 2016

Ronan Cullen: Englischunterricht für die ganz Kleinen

Mein Name ist Ronan Cullen und ich komme aus Irland. In Irland sprechen wir zwei Sprachen, Irisch (oder Gälisch) und Englisch. Irisch ist offiziell unsere erste Sprache, aber nur eine Minderheit, etwa ein Drittel, behauptet es fließend sprechen zu können. Leider bin ich einer der Mehrheit, die es nicht fließend sprechen kann, aber jeder kann Englisch sprechen.

Ich habe Physik und Chemie in Dublin studiert und danach ein Doktorat in Chemie gemacht. Immer wieder habe ich als Entertainer im Bereich der Naturwissenschaft gearbeitet. Das Ziel dabei war es Jung und Alt die Naturwissenschaft auf lustige Art näher zu bringen. Ich bin vor einem Jahr nach Wien gezogen, um mit meiner Wiener Freundin zu leben und habe begonnen Englisch für Kinder in Kindergarten und Volksschule über die KidsCo Sprachschule zu unterrichten. Im vergangenen Jahr habe ich mit über 200 Kindern verschiedener Nationalitäten im Alter zwischen 3 und 10 Jahren gearbeitet.

My name is Ronan Cullen and I come from Ireland. In Ireland we speak two languages, Irish (or Gaelic) and English. Irish is officially our first language but only a minority (roughly a third) claim to speak it fluently. I am, ashamedly, one of the majority that cannot speak it fluently. Everyone can however speak English. I studied Physics and Chemistry in Dublin, and then undertook a PhD in Chemistry. I worked sporadically as a science entertainer, performing fun and educational science demonstrations for young and old. I moved to Vienna one year ago to live with my Viennese girlfriend, and began teaching English to children from Kindergarten and Volkschule with Kidsco Sprachschule. Over the past year I have taught about 200 children of various nationalities aged between 3 and 10 years old.

Wie fördern Sie mehrsprachige Kinder in Ihrem Unterricht?

Ich versuche in meinen Klassen nur auf Englisch zu unterrichten. Anfangs habe ich vielleicht zu oft mit den Kindern Deutsch gesprochen, aber ich habe schnell gemerkt, dass, wenn man mit ihnen Deutsch spricht, sie auch immer auf Deutsch antworten. Wenn ich nur Englisch rede, dann bemühen sich die Kinder mehr auf Englisch zu kommunizieren. Ich versuche die gleichen Techniken zu verwenden, um sowohl mehrsprachige Kinder, als auch Kinder mit Deutsch als Muttersprache zu fördern. Das KidsCo Motto ist: "Wir machen Englisch lustig" und das ist genau das, was ich versuche in meinen Klassen zu erreichen, Spaß!

Mehrsprachigkeit im Allgemeinen ist toll, vor allem, wenn es darum geht, Sprachen als Kind zu lernen. Mehrsprachige Kinder haben definitiv einen Vorsprung im Leben. Beim Deutschlernen als Erwachsener fühle ich mich als ob ich ständig aufholen muss!

I attempt to teach my classes solely through English. When I first began I perhaps spoke German a little too often to the children, but quickly realised that when you speak to them in German they’ll continually speak back in German. By speaking only in English the children will try much harder to communicate in English. I try to use the same techniques to stimulate both multilingual children and children that only speak German. The Kidsco motto is “We Make English Fun” and that’s exactly what I try to achieve in my classes, fun!

Multilingualism in general is great, especially when it comes to learning languages as a child. Multilingual children definitely have a head start in life; learning German as an adult, I feel like I’m playing catch up!

Welche konkrete Situation aus dem Unterricht würden Sie gerne mit uns teilen?

Normalerweise nehmen die jüngsten Kinder in einem Kurs, der „Sing English“ heißt, teil. Der Unterricht ist kurz, nur 20 Minuten, und finden einmal pro Woche statt. Es wird vor allem durch Lieder und Reime gelehrt. Als ich diese Klassen zu unterrichten begann, war ich skeptisch, ob so junge Kinder nach so kurzer Zeit wirklich Englisch lernen könnten. Meine Zweifel haben sich nicht bestätigt, als die Kinder innerhalb von ein paar Wochen begonnen haben, die Lieder mitzusingen und das mit meinem Akzent!! Lieder und Kinderreime wirken Wunder, wenn es um das Sprachenlernen geht!

The youngest kids tend to take part in a course called “Sing English”. The classes are short, only 20 minutes long, and take place once per week. Nearly all is taught through songs and rhymes. When I began teaching these classes I was sceptical that children so young could learn from such a short class. My doubts ceased when within a few weeks the children began singing the songs back to me, in my accent!! Songs and nursery rhymes really do work wonders when it comes to language learning!

Erzählen Sie uns von der mehrsprachigen Situation in Irland. Beeinflusst die Mehrsprachigkeit Ihres Ursprunglandes Ihren Zugang zu diesem Thema?

Nur eine Minderheit spricht Irisch in ihrem täglichen Leben, trotz der Tatsache, dass Irisch ein Pflichtfach im gesamten Volks- und Mittelschulalter ist. Am Ende der dreizehnjährigen irischen Schulausbildung, spricht die Mehrheit der Menschen kein Irisch und viele Menschen lehnen es insgesamt ab. Das Hauptproblem ist die Art, wie die Sprache gelehrt wird. In meiner Schulzeit wurde immer zu viel Zeit mit Lesen und Schreiben verbracht und die Sprache wurde kaum gesprochen. Meiner Erfahrung nach haben die Leute, die gut Irisch sprechen, entweder Sommerschulen in sogenannten Gaeltacht Regionen (in denen Irischgesprochen wird) besucht, oder haben irisch-sprachige Eltern. In beiden Fällen erfolgt das Lernen natürlich. In den letzten Jahren ist es sehr populär geworden Kinder in Schulen zu schicken, wo alle Fächer auf Irisch unterrichtet werden. Diese Schulen haben den Ruf, dass man fließend Irischsprechen lernt. Das ist gut für die Zukunft der irischen Sprache.

Wenn überhaupt hat die Situation in Irland mir gezeigt, wie eine Sprache nicht gelehrt werden soll. Anstatt sich auf das Lesen und Schreiben zu konzentrieren, versuche ich lieber den Kindern die Angst vor dem Sprechen zu nehmen.

Only a minority claim to speak Irish in their everyday life. This is despite the fact that Irish is a mandatory subject throughout primary and secondary level schools. At the end of thirteen years of Irish education the majority of people still cannot speak it and many grow to dislike it altogether. The main problem comes down to how the language is taught. In my time at school there was always too much time spent on reading and writing, and nowhere near enough time spent solely on speaking the language. In my experience, the people I know who can speak Irish best, attended summer schools in so-called Gaeltacht (Irish-speaking) regions, or had Irish speaking parents and learned it as children. In both cases, the teaching is immersive in nature. In recent years it has become very popular to send children to schools where every subject is taught through Irish. These schools have a reputation for producing fluent Irish speakers which is good news for the future of the Irish language.

If anything, the situation in Ireland showed me how not to teach a language. Instead of focusing on reading and writing, I try to focus on making the children comfortable with speaking.

Welche 3 Tipps würden Sie PädagogInnen und Eltern geben, die auch mehrsprachige Kinder und Jugendliche unterstützen wollen?

1. Jeder sagt es, aber: konsequent sein! Sprechen Sie mit dem Kind in einer Sprache und lassen Sie es andere Sprachen durch die Schule, Kurse, andere Familienmitglieder usw., lernen.

 

2. Machen Sie es lustig! Spielen, Bücher lesen, Lieder hören, usw. in der Zielsprache. Finden Sie etwas, das dem Kind Spaß macht und machen Sie das! Auf diese Weise wird das Kind lernen, ohne zu merken, dass es lernt!

 

3. Wenn Sie in einer Sprache nicht fließend sind, dann ist es nicht notwendig mit dem Kind in dieser Sprache zu sprechen! Das Kind wird Ihren Akzent und Ihre Fehler übernehmen.

1. Everyone says it, but be consistent! Speak to the child in one language and let him/her learn other languages through school, courses, other family members etc.

 

2. Make it fun! Play games, read books, and listen to songs etc., all in the target language. Find what the child enjoys most and keep doing it! That way the child will learn without realising they’re learning! 

 

3. If you’re not fluent in a language, then there’s no need to speak to the child in this language! They will pick up your accent and mistakes.

Steckbrief:

Name:  Ronan Cullen

Beruf: Scientist, Teacher, Science entertainer

Muttersprachen: English, Irish

Fremdsprachen: German, French

Ausbildung: BA Physics and Chemistry of Advanced Materials, PhD Chemistry

Website: www.kidsco.at

Wollen Sie auch porträtiert werden? Dann schreiben Sie mir! Wie gestalten Sie mehrsprachige Erziehung in Ihrem Kindergarten, zuhause, in der Schule, in Ihrem Unternehmen etc.?

Porträt Juli 2016

Estefanía Requena: mühelos wechseln von einer zu einer zweiten, dritten, vierten Sprache

Hallo! Ich heiße Estefanía Requena, bin in Venezuela geboren und einsprachig mit Spanisch aufgewachsen. Dort habe ich mein Diplom im Bereich Übersetzung und Dolmetschen mit Schwerpunkt Deutsch, Französisch und Spanisch abgeschlossen. Zudem habe ich Workshops über Fremdsprachendidaktik besucht und selbst Sprachunterricht gegeben. Nach dem Sprachstudium kam ich nach Europa, um meine Ausbildung fortzusetzen. Seit 2013 wohne ich in Wien. Ich begann, Fremdsprachen- und Nachhilfeunterricht für Jugendliche und Erwachsene zu geben. Ich arbeite auch am Flughafen Wien, wo ich ständigen Kontakt zu Passagieren aus der ganzen Welt habe und meine Mehrsprachigkeit viele Vorteile bringt.

 

Wie ist es Ihnen in Ihrer Mehrsprachigkeit als Kind und Jugendliche gegangen? Wie haben sich Ihre Sprachen entwickelt?

Als Kind hatte ich Englischunterricht zu Hause und in einer Sprachschule und danach Französischunterricht in der Schule. Nach einem Aufenthalt in Kanada habe ich meine Leidenschaft für Sprachen entdeckt und entschlossen, Fremdsprachen an der Universität zu studieren und Übersetzerin zu werden.

 

Welche konkrete Situation aus Ihren Erinnerung würden Sie gerne mit uns teilen?

Am Flughafen ist es immer spannend, mehrere Sprachen jederzeit hören zu können. An manchen Tagen kann ich alle meine Fremdsprachen üben. Es freut mich sehr, Touristen dank meinen Sprachkenntnissen besser beraten und orientieren zu können. Manche wundern sich, wenn sie merken, dass ich von einer zu einer zweiten, dritten oder vierten Sprache schnell wechseln kann.

Ich habe den Eindruck, dass man ernster genommen wird, wenn man in der Muttersprache des Anderen spricht. Diese muss nicht perfekt sein, um das Interesse und die Aufmerksamkeit der Personen zu wecken. Sogar auf Griechisch, das ich auf Niveau A2 sprechen kann, freuen sich die Menschen, in ihrer Sprache angesprochen zu werden.

 

Wie beeinflusst Ihre Mehrsprachigkeit Ihr Leben jetzt?

Als Sprachtrainerin und selbst Sprachlernende (derzeit lerne ich Russisch) kenne ich die Herausforderung, Sprachkenntnisse zu vertiefen, ohne andere Sprachen zu vernachlässigen. Ich versuche, meine Sprachen ständig aktiv zu üben, obwohl ich mich derzeit mehr auf Russich konzentrieren muss.

 

Welche 3 Tipps & Tools würden Sie Eltern und PädagogInnen geben, die mehrsprachige Kinder und Jugendliche unterstützen wollen?

Ich bin der Meinung, es ist nie zu spät, eine Sprache zu lernen oder aufzufrischen (ich habe auch Senioren unterrichtet). Ohne Zweifel ist es vorteilhaft, diese schon als Kind oder als Jugendliche zu lernen. Das Wichtigste ist, dass es Spaß macht und dass man bereit ist, aus Fehlern zu lernen. Viel Kontakt mit der Fremdsprache ist notwendig, um schnellere Fortschritte zu machen. Wenn ein Auslandsaufenthalt nicht möglich ist empfehle ich die Teilnahme an einem Tandem. Heutzutage gibt es mehrere Alternativen (Onlinekurse, Apps zum Sprachlernen, zahlreiche Lernmethoden in Buchgschäften oder im Internet usw.). Jeder sollte daher die Beste für sich finden, abhängig von Zeitverfügbarkeit, persönlichen Interessen und Motivation.

Fast alle meiner Schüler/Studenten lernen gleichzeitig eine weitere Sprache. Es ist mir wichtig, dass sie in der Fremdsprache direkt denken und wenig übersetzen. Obwohl es am Anfang schwierig ist, schafft man mit der Zeit ein ,,Sprachgefühl", indem man sich mit der Fremdsprache oft beschäftigt. Sprachlernen ist wie ein Sport oder wie ein Musikinstrument: je mehr man übt desto besser geht es!

 

Steckbrief:

Namen: Estefanía Requena

Arbeitgeber: Nachhilfeinstitute, CAT (City Airport Train)

Erstsprache(n): Spanisch

Fremdsprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Griechisch, Niederländisch

Ausbildung: Übersetzung/Dolmetschen, internationale Studien, Tourismusmanagement

Familienporträt Juni 2016

Familie Orçun Federmair: Niemals mit Zwang, dafür viele sprachliche Angebote

Ich bin Klaus Federmair, ich habe Ökonomie studiert und im Studium und Beruf (öffentlicher Dienst) immer wieder einige Monate oder Jahre in anderen Ländern, vor allem in Belgien, verbracht.

 

Mein Name ist Suna Orçun Federmair, ich bin in Istanbul geboren und aufgewachsen. Ich habe dort das überwiegend deutschsprachige St. Georgs Kolleg besucht und bin dann mit achtzehn Jahren zum Studium nach Wien gekommen. Nach dem Abschluss des Ökonomiestudiums habe ich in Wien und Brüssel gearbeitet. Derzeit arbeite ich bei Superar, einer künstlerisch-sozialen Initiative für Kinder und Jugendliche.

 

Wie beeinflusst Ihre eigene Mehrsprachigkeit die mehrsprachige Erziehung Ihrer Kinder? Und Wie gestalten Sie diese?

Das Aufwachsen in einer mehrsprachigen Umgebung macht es zu einer Selbstverständlichkeit, das gleiche an die Kinder weiter zu geben. Damit meine ich nicht nur die Mutter-, Vater- oder Schulsprache, sondern auch einen offenen Umgang mit Sprachen in einem multikulturellen Umfeld, in dem ganz natürlich mehrere Sprachen gesprochen werden. Wir sprechen mit den Kindern in der jeweiligen Muttersprache und als Paar untereinander Deutsch. Dabei achten wir darauf, die zwei Sprachen nicht zu mischen, außer in spielerischer Form. Die Kinder sind es gewöhnt, zwischen den beiden Sprachen spontan zu wechseln. Papa versteht bei Weitem nicht alles auf Türkisch, es entsteht aber nie ein Gefühl der Ausgrenzung. Das ist für die Verwendung zweier Familiensprachen wichtig.

 

Was tun Sie, um Ihre Kinder zu fördern und zu unterstützen?

Zuhause geht alles leicht und spielerisch, einfach indem Mama und Papa in der jeweiligen Muttersprache sprechen. Dieser Zugang war von Anfang an klar, wir haben das gar nicht diskutiert. Hilfreich ist sicherlich, dass beide Elternteile etwa gleich viel Zeit mit den Kindern verbringen: Wir waren bei jedem Kind jeweils ein Jahr in Karenz und sind jetzt beide berufstätig. Um die im Alltag insgesamt weniger präsente Sprache zu forcieren, wird mehr auf Türkisch vorgelesen. Auch auf den Kontakt mit den türkischen Großeltern legen wir besonderen Wert. Die beiden Buben gehen in eine deutsch-türkische Kindergruppe. Bald kommt der Ältere in die Schule, wo es auch einen Erstsprachenlehrer für Türkisch gibt. Möglicherweise müssen wir uns aber etwas überlegen, wenn die Türkischkompetenz beginnt hinter jener der Unterrichtssprache zurückzubleiben.

 

Welche Sprachsituation aus Ihrem Familienalltag würden Sie mit uns teilen?

Beide Kinder haben im Alter von etwa zwei bis drei Jahren von sich aus mehrmals eine Art Dolmetscherspiel gespielt. Dabei hat das Kind gleichzeitig einen Dialog mit Mama und einen mit Papa geführt und das Gesagte jeweils für den anderen übersetzt.

 

Gelingt es Ihnen, die Mehrsprachigkeit zu fördern? Gibt es Gegenwind, wenn ja von wem, auf welche Art und Weise?

Bisher läuft es sehr gut, allerdings ist die bilinguale Kindergruppe aus wirtschaftlichen Gründen vom Zusperren bedroht, weil sie derzeit nicht voll ist. Die Kinder haben die Zweisprachigkeit bisher zumeist als Normalität und manchmal als etwas Bewundernswertes erlebt. Wir haben aber ehrlich gesagt ein bisschen Angst vor dem Tag, an dem ihnen bewusst wird, dass Türkisch für viele Menschen in Österreich einen viel niedrigeren Stellenwert hat als andere Sprachen.

 

Welche 3 Tipps würden Sie Eltern und PädagogInnen geben, die auch mehrsprachige Kinder unterstützen wollen?

  1. Kein Zwang zu welcher Sprache auch immer, aber verschiedene sprachliche Umgebungen bieten. Kinder interessieren sich sowieso für Sprachen, sie lernen selbständig und erstaunlich schnell.
  2. Die deutsch-türkische Kindergruppe, die unsere Söhne im 15. Wiener Gemeindebezirk (ab 1.7.2016) besuchen, legen wir auch deutschsprachigen Familien ans Herz, weil jede Sprache nützlich ist und das spätere Fremdsprachenlernen erleichtert. Mehr Infos hier
  3. Vor allem der Elternteil, der die nicht dominante Sprache spricht, sollte diese konsequent anwenden.

 

Steckbrief:

Namen: Suna Orçun Federmair und Klaus Federmair

Arbeitsorte: Wien (zuvor 3 bzw. 4 Jahre Brüssel)

Erstsprache(n): Türkisch bzw. Deutsch

Fremdsprachen: Englisch (beide), Französisch (beide), Türkisch bzw. Deutsch

 

Porträt Mai 2016

Laura Gómez del Pulgar, Von der Fremdsprache zur Muttersprache

Me llamo Laura Gómez del Pulgar, nací hace 24 años en España y desde los 4 años y hasta los 18 estuve escolarizada en el Liceo Francés de Madrid. Mi lengua materna es el español y soy bilingüe en

francés. Me gradué en junio del 2014 en logopedia por la Universidad Complutense de Madrid y desde siempre me han apasionado dos cosas: el multilingüismo y trabajar con los más pequeños.

 

 

Ich heiße Laura Gómez del Pulgar, ich bin 24 Jahre alt und wurde in Spanien geboren. Bereits mit 4 Jahren besuchte ich das Lycée Français in Madrid, das ich im Alter von 18 abschloss. Ich bin zweisprachig mit Spanisch und Französisch aufgewachsen. Ich studierte Logopädie an der Universidad Complutense in Madrid, an der ich 2014 meinen Abschluss machte. Schon immer haben mich zwei Dinge begeistert: die Mehrsprachigkeit und mit Kindern zu arbeiten.

Wie ist es Ihnen mit Ihrer Mehrsprachigkeit als Kind und Jugendliche gegangen? Wie haben sich Ihre Sprachen entwickelt?

He crecido en un ambiente escolar y educativo totalmente francófono, y aunque tanto mi madre como mi hermano y mi hermana estudiaron en el mismo colegio, el contexto en casa era predominantemente hispánico.  Para mí era normal que en el colegio se hablara una lengua y en casa otra, y tampoco recuerdo que me supusiera ningún esfuerzo cambiar de una a otra. Es más, estoy segura que el haber aprendido dos idiomas de forma simultánea desde muy pequeña y en dos contextos diferentes, me sirvió de ayuda para aprender con mayor rapidez otros como el inglés y el italiano que hoy en día hablo fluidamente.

 

 

 

Ich bin in einer durchwegs französischsprachigen Schule erzogen worden und obwohl sowohl meine Mutter als auch mein Bruder und meine Schwester zur selben Schule gingen, sprachen wir zu Hause vorwiegend Spanisch. Für mich war es normal, dass man in der Schule eine Sprache und zu Hause eine andere Sprache sprach. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass es mir Schwierigkeiten bereitete, von der einen in die andere zu wechseln. Im Gegenteil, ich bin mir sicher, dass mir das Lernen von zwei Sprachen zur gleichen Zeit von klein auf und in zwei unterschiedlichen Kontexten, half, um später andere Sprachen wie Englisch oder Italienisch schneller zu lernen, die ich heute auch fließend spreche.

Gab es Gegenwind, jemand der es nicht gut fand, dass Sie gleichzeitig mit mehreren Sprachen aufwachsen?

Realmente siempre he sabido cuándo hablar en francés y cuándo en español, por lo que nadie tuvo nunca problemas para entenderme, o se sintió fuera de lugar al hablar conmigo. Mis amigos la mayoría iban a mi mismo colegio y ellos a su vez eran bilingües o trilingües, por eso nunca fue un problema el hablar más de un idioma siendo tan pequeña.

 

 

Ich wusste eigentlich immer, in welchen Situationen ich Französisch und in welchen ich Spanisch reden sollte. Es hatte daher niemand Probleme, mich zu verstehen beziehungsweise war es auch für niemanden komisch, mit mir zu reden. Die Mehrheit meiner Freunde ging auch in dieselbe Schule – auch sie wuchsen zweisprachig oder dreisprachig auf – also war es nie ein Problem, dass ich mehr als zwei Sprachen schon seit klein auf sprach.

Welche Situation aus Ihrer Erinnerung würden Sie gerne mit uns teilen?

Recuerdo estando en el parque con 6 o 7 años, que para muchos niños era muy raro que yo pudiera hablar perfectamente dos idiomas, porque veían que mis padres eran ambos españoles y no lo entendían. Estaban acostumbrados a ver familias en las que los padres eran de dos nacionalidades diferentes y no como en mi caso los dos de la misma.

Ich erinnere mich daran, dass es, als ich 6 oder 7 Jahre alt war, für viele Kinder komisch war und sie nicht verstehen konnten, dass ich zwei Sprachen gleichermaßen fließend sprechen konnte, obwohl meine Eltern beide Spanier waren. Die Kinder waren es gewöhnt, Familien zu sehen, deren Eltern zwei verschiedenen Nationalitäten angehörten und nicht, wie in meinem Fall, beide derselben.

Wie beeinflusst Ihre Mehrsprachigkeit Ihr Leben jetzt?

Me ha influenciado sin duda positivamente en muchos aspectos de mi vida.

Tanto a nivel profesional porque pienso dedicarme a la Logopedia Infantil y especializarme en el desarrollo lingüístico en niños multilingües. Como a nivel personal, ya que creo que, de no haber crecido con varios idiomas, no me hubiera sentido quizás tan atraída por conocer nuevas culturas, no hubiera podido viajar tanto, ni podría haberme comunicado con muchas de las personas que hoy en día forman parte de mi vida. Además, me planteo sin duda en un futuro educar a mis hijos tal y como lo han hecho mis padres conmigo.

Mich hat sie – ohne Zweifel – in vielen Aspekten meines Lebens positiv beeinflusst. Zum einen beruflich, ich möchte als Kinderlogopädin tätig sein und mich auf die Sprachentwicklung von mehrsprachigen Kindern spezialisieren. Zum anderen persönlich:  ich glaube, dass ich nicht so offen für neue Kulturen gewesen wäre, ich nicht so viel gereist wäre, und ich hätte mich auch nicht mit vielen Personen, die heute Teil meines Lebens sind, verständigen und unterhalten können. Außerdem möchte ich einmal – zweifellos –meine Kinder so erziehen wie meine Eltern mich erzogen haben.

Welche 3 Tipps würden Sie Eltern und PädagogInnen geben, die mehrsprachige Kinder unterstützen wollen?

Desde mi experiencia como logopeda, puedo decir que cada niño es un mundo, y cuando dicen que aprender más de un idioma puede ser perjudicial para su desarrollo lingüístico, no es cierto. Cuanto antes se aprenda una segunda lengua mejor: Un consejo para conseguirlo es leerles libros, ponerles películas o series en la televisión, ponerles canciones, etc. en el segundo idioma deseado. Y eso además les permitirá aprender más adelante más lenguas y de forma más rápida.

Los idiomas son oportunidades, son sin duda una puerta abierta para conseguir un futuro exitoso.

Von meiner Erfahrung als Logopädin kann ich sagen, dass jedes Kind anders ist und ich nur widersprechen kann, wenn manche Menschen der Meinung sind, dass sich mehr als eine Sprache zu lernen nachteilig auf die Sprachentwicklung auswirkt. Dem ist nicht so! Je früher man eine zweite Sprache lernt, desto besser. Eine Empfehlung ist, dass man den Kindern Bücher vorließt, ihnen Filme und Serien im Fernsehen zeigt, sie Lieder hören lässt etc., in der zweiten Sprache, die man ihnen beibringen möchte. Das hilft ihnen auch später beim schnelleren Erlernen von weiteren Sprachen.

Sprachen sind Chancen, denn sie öffnen, ohne Zweifel, eine Tür, um in eine erfolgreiche Zukunft starten zu können.

Steckbrief:

Name:  Laura Gómez del Pulgar Carrillo

Uni: Universidad Complutense in Madrid, Fakultät für Psychologie

Muttersprache(n):  Spanisch und Französisch

Fremdsprachen:  Englisch, Italienisch und Deutsch

Ausbildung: Lycée Français in Madrid und Universidad Complutense in Madrid (Fakultät für Psychologie, 4 Jahre)

Porträt April 2016

Ivana Reyero, Singen fördert die Sprachmelodie

Ich bin Ivana Reyero und ich komme aus Argentinien. Meine Muttersprache ist Spanisch. Ich wohne in Wien seit 12 Jahren, bin verheiratet und habe zwei Kinder. Ausgebildet bin ich als Theaterpädagogin und Kindergruppenbetreuerin. Beruflich widme ich mich momentan der Kleinkindpädagogik, bin pädagogische Leiterin der zweisprachigen Kindergruppe „La Rueda“, sowie Kursleiterin der Babyspielgruppe von „A la rueda rueda“. Weiters bin ich in der Erwachsenenbildung mit dem Projekt „Creativas“ tätig.

 

Wie fördern Sie Ihre eigenen Kinder in ihrer Mehrsprachigkeit, vor allem im Alltag?

Wir machen es zu Hause in der Familie so: Ich spreche mit unseren Kindern nur auf Spanisch und mein Mann spricht nur auf Deutsch mit ihnen. Und jetzt kommt bei unserem Sohn Assim Englisch dazu. Er hat von sich aus Interesse gezeigt und schaut auf YouTube am liebsten „the wheels of the bus“ und „Mama Finger“ an. Wobei er letztens auch eine Serie auf Chinesisch angeschaut hat, da er aber keinen Bezug zu dieser Sprache hat, blieb auch nichts hängen. Es ist schon erstaunlich, wie gut Assim zum Beispiel „Mama finger, mama finger, where are you?“ singt.

 

Wie beeinflusst die Mehrsprachigkeit Ihrer Kinder Ihren beruflichen Werdegang und Ihre berufliche Tätigkeit?

Die Mehrsprachigkeit meiner Kinder habe ich schlussendlich zu meinem Beruf gemacht. Mit einer befreundeten Künstlerin haben wir gemeinsam die spanischsprachige Spielgruppe „Alaruedarueda“ gegründet. Ich habe danach „Creativas“, ein Workshop-Programm für Frauen, ins Leben gerufen. Schließlich konnten wir als Verein „Großes Schiff“ die zweisprachige Kindergruppe „La Rueda“ im Juni 2015 gründen. Die Kindergruppe läuft jetzt schon sehr gut. Sie wird mehrheitlich von Kindern besucht, deren Väter spanischsprachig sind, die Mütter aber deutschsprachig. Alle verstehen zumindest Spanisch und einige der Kinder reden bereits auch aktiv und das bei zweijährigen Kleinkindern - das ist schon beeindruckend.

 

Welche konkrete Situation aus diesem Alltag würden Sie gerne mit uns teilen?

Was mich immer wieder beeindruckt, ist, wie selbstverständlich Kinder mit den verschiedenen Sprachen umgehen. Zum Beispiel, wenn meine Tochter mit ihrer Tante in Argentinien auf Skype spricht, war von Anfang an klar, dass sie das nur auf Spanisch macht.

In der Spielgruppe "A la rueda rueda" im WUK wird nicht nur sprachlich kreativ gearbeitet

Wie gelingt Ihnen die Förderung? Gibt es Gegenwind, wenn ja von wem, auf welche Art und Weise?

Die Förderung gelingt hervorragend, immer wieder gibt es jedoch Zweifler, die sagen: „Was, so kleine Kinder und schon zwei Sprachen?“. Ich beruhige sie, indem ich erkläre, dass wir folgendes Konzept befolgen: es gibt immer jeweils eine Ansprechperson für eine Sprache und das ändert sich langfristig nicht. Wenn also eine Person immer die gleiche Sprache mit dem Kind spricht, gewöhnt es sich schnell daran. In unserer zweisprachigen Kindergruppe dauert die Eingewöhnungsphase nicht länger als in anderen Kindergärten.

 

Welche 3 Tipps & Tools würden Sie Eltern und PädagogInnen geben, die ihre Kinder auch mehrsprachig erziehen wollen?

  • Konsequent bei dem Konzept bleiben: d.h. eine Betreuungsperson spricht immer z.B. auf Spanisch mit den Kindern, die andere immer auf Deutsch.
  • Die Kinder darauf aufmerksam machen, warum und wann ich die Sprache wechsle. Zum Beispiel, wenn wir unterwegs ein anderes Kind treffen: „Jetzt ist ein Kind dabei, das versteht kein Spanisch, deshalb sprechen wir jetzt auf Deutsch oder auf Englisch.“
  • Möglichst viel singen, Lieder hören, tanzen von klein auf, um die Kinder an die andere Sprachmelodie zu gewöhnen. Das machen wir in unserer Spielgruppe „Alaruedarueda“.
Die Kinder sind mit Elan bei der Arbeit!

Steckbrief:

Name: Ivana Reyero

Arbeitsort: Verein Großes Schiff

Muttersprache: Spanisch

Fremdsprachen: Deutsch, Englisch, Französisch

Ausbildung: Tanz- und Theaterpädagogin, Kindergruppenbetreuerin

Website: www.alaruedarueda.org, www.larueda-kindergruppe.org, www.grosses-schiff.org, www.creativas.org

Facebook: Großes Schiff

Porträt März 2016

Tina Cakara, Die Mühe lohnt sich

Mein Name ist Tina Cakara und ich bin 18 Jahre alt. Meine Eltern sind ursprünglich aus Kroatien. Daher bin ich zweisprachig mit Kroatisch und Deutsch aufgewachsen. Kroatisch habe ich Zuhause gesprochen und Deutsch habe ich im Kindergarten gelernt.

Im Frühling 2015 habe ich maturiert und seit Herbst 2015 studiere ich Germanistik an der Universität Wien.

 

Wie ist es Ihnen mit Ihrer Mehrsprachigkeit als Kind und Jugendliche gegangen? Wie haben sich Ihre Sprachen entwickelt?

Da ich Kroatisch immer nur Zuhause gesprochen habe, ist es für mich sehr eng mit Familie und Vertrauen verbunden. Meine Großeltern, Tanten, Onkel und meine Cousine leben alle in Kroatien und wir besuchen sie mehrmals im Jahr. Für mich ist es nach wie vor sehr schön zu ihnen zu fahren und ich bin sehr froh, dass ich von meinen Eltern Kroatisch gelernt habe, sodass ich mich mit meiner ganzen Familie unterhalten kann.

Durch Briefe an meine Oma habe ich langsam auch Schreiben und Lesen auf Kroatisch gelernt. Ich habe mich immer sehr gefreut, wenn ich es geschafft habe, einen ganzen Satz korrekt auf Kroatisch zu schreiben. Zu Geburtstagen oder anderen Festen habe ich immer öfter auch kroatische Bücher geschenkt bekommen: Bilderbücher, Märchenbücher und später auch Romane. Ich kann mich genau an das wunderbare Gefühl erinnern, als ich während des Lesens eines kroatischen Buches gar nicht mehr gemerkt habe, dass es auf Kroatisch ist. So normal ist es plötzlich für mich gewesen!

 

Gab es Gegenwind, jemand der es nicht gut fand, dass Deutsch nicht Ihre Muttersprache ist?

Ich persönlich habe zum Glück nie negative Erfahrungen gemacht. Das liegt vor allem daran, dass andere nie bemerkt haben, dass ich außer Deutsch noch eine andere Sprache spreche. Da ich Deutsch von klein auf gelernt habe, spreche ich es akzentfrei. Und das ist auch der springende Punkt: der Akzent eines Menschen ist oft der Grund dafür, dass er als „anderssprachig“ eingestuft wird. Wer Deutsch mit Akzent einer anderen Sprache spricht, wird oft nie als „Muttersprachler“ anerkannt werden, egal wie viele Jahre er/sie in einem deutschsprachigen Land lebt.

 

Welche konkrete Situation aus Ihrer Erinnerung würden Sie gerne mit uns teilen?

Ich habe oft beobachtet, dass die Art des Akzentes eines Menschen einen großen Einfluss haben kann. Während ein englischer Akzent im Deutschen oft als sympathisch empfunden wird, werden slawische oder türkische Akzente eher negativ wahrgenommen.

 

Wie beeinflusst Ihre Mehrsprachigkeit Ihr Leben jetzt?

Je älter ich werde, umso mehr wird mir bewusst was für ein Geschenk meine Mehrsprachigkeit ist. Neben dem Kontakt mit anderssprachigen Menschen und Kulturen, erkenne ich nun auch die Möglichkeit „meine“ Sprachen im beruflichen Leben einzusetzten. Dieses Sprachbewusstsein motiviert mich außerdem dazu neue Fremdsprachen zu lernen.

 

Welche 3 Tipps & Tools würden Sie Eltern und PädagogInnen geben, die mehrsprachige Kinder/Jugendliche unterstützen wollen?

  • Konsequent bleiben! Sprachen lernen und verbessern ist nicht immer einfach, aber die Mühe lohnt sich.
  • Viel Input! Lesen, Filme schauen und Schreiben in allen Sprachen.
  • Möglichkeiten zeigen! Kinder müssen sehen, dass Sprachen ihnen Türen öffnen.

 

 

Steckbrief:

Name: Tina Cakara

Muttersprache(n): Kroatisch, Deutsch

Fremdsprachen: Englisch, Italienisch

Ausbildung: Oberstufenrealgymnasium Polgarstraße, Studium der Germanistik an der Universität Wien

Porträt Februar 2016

Emilia Godwin, Do not give up on languages

My name is Emilia Godwin, I am 37 years old and mother of three children (9&7 years old, 3 months). Currently I am in maternity leave.

Originally I come from Poland, started living in Austria about 10 years ago and what I have appreciated here was the variety of cultures and languages.

My biggest interest, anyway, has always been English, I studied Methodology of English Language Teaching in Poland and started teaching at the age of 20. All my earnings from teaching I used to spend on travelling during summer holidays. The main purpose was learning different cultures and traditions.

 

Was tun Sie in Ihrer Schulklasse, um mehrsprachige Kinder und Jugendliche, oder Mehrsprachigkeit im Allgemeinen zu fördern?

I am an English teacher so the main focus in the classroom is English but I have always tried to integrate different customs, traditions, beliefs, stories from other countries by asking my students to introduce it in English.

At the university I profited a lot from having lectures with English native speakers, without possibility of translation into Polish, therefore I believe it is much easier, faster and more authentic to learn the foreign language if you totally immerse into it. You start thinking in the language and intuitively develop some learning strategies.

 

Welche konkrete Situation aus Ihrem beruflichen Alltag würden Sie gerne mit uns teilen?

I am mostly teaching upper grade classes, those are students who already learned the basic of foreign language (grammar) in German. Therefore they have some understanding of structures. My aim is that at that stage they start thinking, talking, reading in English. That is why I always speak with them English only and consequently even if they are not too enthusiastic about that at first. With time they get used to it and become very fluent speakers.

During preparation to English matura 2015 I was supposed to introduce to them the new writing model – blog. I found some interesting worksheets but unfortunately they were in German. I decided to use them in the class anyway. There was great astonishment among my students who never expected me to bring any German into English class and quite rewarding for me to see how well they were able to immerse into the world of English.

 

Wie beeinflusst Ihre eigene familiäre Situation als Mutter mehrsprachiger Kinder Ihren Zugang zu diesem Thema?

I have always admired the variety of languages people can speak believing it broadens one’s mind and opens new possibilities. At home I speak Polish with my children, my husband English and German they learn at school. Although they attend bilingual school, the main stress there is put on German.

It is extremely important for me anyway that they stay in touch with all three languages. Therefore I use my mother tongue in conversations with them, especially for expressing feelings, emotions or in lullabies. Whenever doing homework, we try to use German only so that they get used to hearing and understanding instructions being given to them at school. Quite useful is picture dictionary for extending vocabulary.

What is more, we all love books so there is enough of them at our home in all three languages. It is quite important for me as well that my children listen to stories or songs, watch films and cartoons in Polish, English and/or German. Once a year, in the summer we drive to my family in Poland and then I observe how their language skills developed over a year, how more and more naturally they switch to a different language and are able to express themselves freely.

In daily life we constantly translate words and expressions from language to language, talking about the meaning, making my children aware of similarities as well as differences.

Emilia Godwins Sohn entdeckt die Welt der geschriebenen Sprache

Wie gelingt es Ihnen Mehrsprachigkeit zu fördern? Gibt es Gegenwind, wenn ja von wem, auf welche Art und Weise?

The only obstacle that we face is prejudice. Far too often I was stopped in a street by an unknown person who seeing me with dark skinned children would dare to say: 'We are in Austria, make sure your kids speak proper German.' We all do. But no matter how hard I tried to learn perfect German, all jobs I have gotten so far were dependant on English so I perfectly know the significance and value English has in modern world. What is more, Polish is my identity, my roots - so I am also not going to give up on that. I am trying my best for my kids to know all these three languages, believing it is going to be easier for them to learn even more foreign languages in the future. I would wish people had some more understanding for that.

 

Welche 3 Tipps & Tools würden Sie PädagogInnen oder Eltern geben, die auch mehrsprachige Kinder unterstützen wollen?

Do not give up on languages, it is the world, the communication, better understanding and respecting of each other. It certainly requires a great deal of patience and consequence but time shows and proves that it was worth it.

 

Steckbrief:

Name:  Godwin Emilia

Arbeitsort: Polgargymnasium, 1220 Wien, currently in materinty leave

Muttersprache: Polish

Fremdsprachen: English, German

Ausbildung: M.A. In Methodology of English Language Teaching, A.Mickiewicz University, Posen, Poland

Website: www.polgargym.at

Facebook: Godwin Emilia

Porträt Dezember 2015

Mona Shama, Den Sprachschatz schätzen lernen

Mein Name ist Mona Shama und ich bin 20 Jahre alt. Ich bin gebürtige Ägypterin und lebe nun seit etwa 12 Jahren in Österreich. Derzeit bin ich Publizistikstudentin an der Universität Wien. Nebenbei versuche ich im Berufsfeld weiterzukommen bzw. meine Karriere zu puschen und mache dementsprechend viele Praktika. Mein Traum ist es einmal ganz nach oben zu kommen und zu sehen, dass ich vieles erreicht habe.

 

Wie ist es Ihnen mit Ihrer Mehrsprachigkeit als Kind und Jugendliche gegangen? Wie haben sich Ihre Sprachen entwickelt?

Wenn man erst mit acht Jahren nach Österreich kommt, ist das Erlernen der Sprache anfangs wirklich schwer. Ich war ganz und gar auf Arabische fokussiert und fand mich plötzlich in einer komplett neuen Welt; mit neuen Kulturen, neuen Menschen und vor allem - einer neuen Sprache. Als Volksschulkind hatte ich es nicht immer einfach, ich hatte kaum Freunde, denn ich verstand die anderen Kinder nicht. Dadurch war ich natürlich sehr schüchtern und zurückhaltend gegenüber allen. Manchmal frustrierte es mich sehr, nichts zu verstehen. Ich kann mich erinnern, es war eine schwere Zeit für mich. Aber nachdem die „Deutsch-lern-Phase“ endlich vorbei war, ging es für mich nur mehr Berg auf. Dachte ich zumindest. Ich wurde immer besser und vergaß auf das Arabische. Ich vergaß meine eigene Muttersprache. Was meinen Eltern so gar nichts ausmachte, denn wir lebten schließlich in Österreich, hier wird nur Deutsch gesprochen. Arabisch brauchte keiner hier – dachten sie zumindest.

Mona Shama mit Freundinnen, genießt den Weihnachtsmarkt

Gab es Gegenwind, jemand der es nicht gut fand, dass Deutsch nicht Ihre Muttersprache ist.

Auch im Gymnasium hab es Zeiten, da war es nicht einfach. Durch mein Umfeld war ich völlig darauf konzentriert, so gut wie möglich in Deutsch zu sein. Meine Noten waren mittelmäßig bis ganz schlecht. Es dauerte lange die Sprache richtig zu beherrschen. Meine Muttersprache hätte mir nichts in der Schule bringen können, in der musste ich ja nicht einmal maturieren. Selbst den Arabischunterricht in der Schule besuchte ich nicht. Wir hatten keine Noten in dem Fach – für mich also eine reine Zeitverschwendung. An unserer Schule hatte ich nie das Gefühl, dass Mehrsprachigkeit irgendeinen Wert hatte. Ich hörte nur ständig: „Wir sind hier in Österreich, da wird nur Deutsch gesprochen!“ Deutsch und nichts außer Deutsch. Es frustrierte mich zu sehen, dass ich nichts mit meiner Muttersprache anstellen könnte. Schließlich war ich fest davon überzeugt, dass bilinguale Kinder völlig wertlos sind und eine zweite Sprache eigentlich nichts Besonderes sei.

 

Wie beeinflusst Ihre Mehrsprachigkeit Ihr Leben jetzt?

Heute ist mir bewusst, was für einen wertvollen Schatz ich da eigentlich besitze. Nach dem Redewettbewerb „Sag‘s multi“ (Anm. d. Red. Das ist ein mehrsprachiger Redewettbewerb für Jugendliche mit Migrationsgeschichte) wurde mir klar, wie geschätzt Mehrsprachigkeit in Österreich ist. Ich arbeitete weiter an meinen Sprachen und bin bis heute noch am perfektionieren meines Schatzes.

 

Welche 3 Tipps & Tools würden Sie Eltern geben, die ihre mehrsprachige Kinder unterstützen wollen?

Ich würde den Eltern raten, ihren Kindern schon von klein auf zu zeigen, wie wichtig ihre Muttersprache ist, diese zu fördern und zu pflegen. Sie sollen lernen, dass diese eine wichtige Bedeutung hat und sie selbst sollten auch fest daran glauben.

 

Steckbrief:

Name: Mona Shama

In Ausbildung an: Universität Wien – Institut für Publizistik

Muttersprache(n): Arabisch, Zweitsprache Deutsch

Fremdsprachen: Englisch

Ausbildung: AHS Diefenbachgasse

Porträt November 2015

Andrea BRADER, Mit Büchern und Rhythmus

Mein Name ist Andrea Brader, ich bin 51 Jahre alt, schon seit vielen Jahren verheiratet und bin Mutter von zwei phantastischen Kindern.

Meine Laufbahn in der Schule begann schon im Alter von zwanzig Jahren. Seither habe ich viel Erfahrung während meiner langjährigen Tätigkeit im Hauptschulbereich im 15. Bezirk  gesammelt, anschließend arbeitete ich sechs Jahre lang in einer Mehrstufenklasse in der Volksschule und seit zwei Jahren versuche ich mich in der Vorschule und habe bei der Arbeit an der Basis einen guten Platz für  mich gefunden.

Parallel zu meiner Arbeit in der Schule arbeitete ich auch einige Jahre selbstständig als Systemische Lebens- und Sozialberaterin und Lerntrainerin mit Familien.

 

Was tun Sie um die mehrsprachigen Kinder in Ihrer Schulklasse zu fördern?

Ich liebe Bücher und habe es immer schon genossen - auch meinen eigenen Kindern - vorzulesen und so die Lust an der Sprache zu wecken. Das Zuhören und Anschauen der Bilder bereitet den Kindern große  Freude und eine anschließende Phase der Kreativität lässt sämtliche Möglichkeiten offen. Ich achte also darauf, dass auch bei den Vorschulkindern Bücher dauernd präsent und auch in  verschiedenen Sprachen für sie zugänglich sind. Dazu nutze ich oft die Lesefertigkeit und Sprachkompetenz der Kinder aus höheren Schulstufen, die den Jüngeren unter anderem auch in der Erstsprache vorlesen.

Außerdem kombiniere ich Sprache gerne mit Rhythmus und Bewegung, das macht den Kindern und mir großen Spaß und der Lernerfolg stellt sich praktisch von alleine ein.

Welche konkrete Situation aus Ihrem beruflichen Alltag würden Sie gerne mit uns teilen?

Während meiner Arbeit gab es viele wundervolle Situationen, doch eine taucht immer wieder zu Beginn des Erlernens einer Sprache auf. Die Herangehensweise der Kinder zum Erlernen einer Zweitsprache ist sehr unterschiedlich, vom „Darauflosplappern“ bis zu zurückgezogenem, langen Schweigen, habe ich alle Nuancen erlebt. Doch etwas konnte ich bei allen beobachten: der  Zeitpunkt, an dem ein Kind die neue Sprache annimmt, geht mit einem Aufblitzen, einem Lächeln in den Augen einher. Dies sehe ich als ein besonderes Geschenk.

 

Wie gelingt es Ihnen Mehrsprachigkeit zu fördern? Gibt es Gegenwind?

Wenn man in einer Schule mit einem großen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund arbeitet, ist es besonders wichtig, die Bedürfnisse, Nöte und die verschiedenen Kulturen der Kinder und ihrer Familien wahrzunehmen und zu respektieren. Diese Arbeit sehe ich einerseits als große Herausforderung, gleichzeitig empfinde ich sie allerdings als eine noch größere Bereicherung und ich möchte keinen einzigen Augenblick der letzten Jahre missen.

Welche 3 Tipps & Tools würden Sie PädagogInnen geben, die auch mehrsprachige Kinder unterstützen wollen?

Anlegen eines Vokabelheftes mit drei Spalten (Deutsch/ Englisch und Erstsprache); so werden auch die Eltern in den Spracherwerb ihres Kindes mit einbezogen

Europäisches Sprachenportfolio des ÖSZ

Marianne Hack: Praxisbuch. Deutsch als Fremdsprache. Kindergarten und Vorschule. Die Sprachschatzkiste (inkl. CD)

 

Steckbrief:

Name: Andrea Brader

Arbeitsort: Volksschule in Wien

Muttersprache(n): Deutsch

Fremdsprachen: Englisch

Ausbildung: Dipl. Päd. Volksschullehrerin, Dipl. Päd. Hauptschullehrerin, Systemische Lebens- und Sozialberaterin, RELEMAKO - Lerntrainerin

Porträt Oktober 2015

Danijela JURIC, Locker und natürlich

Mein Name ist Danijela Juric, ich bin 37 Jahre alt. Im Alter von 11 Jahren kam ich mit meinen Eltern und meinem Bruder von Kroatien nach Österreich. Deutsch beherrschte ich innerhalb von wenigen Monaten in Wort und Schrift, musste allerdings Überdurchschnittliches dafür leisten. Christine Nöstlinger und ihre Bücher waren meine treuen Begleiter in diesen Monaten. Es war sicherlich ein Buch pro Woche, das ich geradezu verschlang.

Aus- und Weiterbildung haben mein Leben schon immer geprägt und auch mein Deutsch weiterentwickelt. Während meines Personal- und Wissensmanagement Studiums bin ich von Projektmanagement auf Human Resources Management umgestiegen. Vor 2 Jahren haben mein Mann und ich kroativ.at gegründet - Österreichs einziges kroatisches Medium. Wir berichten auf Deutsch und Kroatisch über Integration, Kultur, Politik, Wirtschaft,  Sport und aktuelle Themen in Österreich und Kroatien.

 

Wie fördern Sie Ihr Kind in seiner Mehrsprachigkeit, vor allem im Alltag?

Mein Sohn ist 20 Monate jung. Ich habe von Beginn an viel mit ihm gesprochen, ihm  viel vorgelesen - auch als er noch in meinem Bauch war. Wir haben uns für das Modell  "Ein Elternteil - eine Sprache" entschieden. Ich spreche Deutsch mit meinem Sohn, mein Mann Kroatisch. Seine Großeltern verbindet er auch mit Kroatisch, die Kindergruppe, in der er Montag-Freitag ist, wiederum mit Deutsch. Wir lesen Bücher in beiden Sprachen, singen meistens auf Deutsch und hin und wieder schaut er sich "Masha i Medved" auf Russisch an. Die Familiensprache ist vorwiegend Kroatisch. Im Prinzip schaffen wir klare Strukturen für ihn und beschäftigen uns bewusst mit Sprache.

 

Welche konkrete Situation aus diesem Alltag würden Sie gerne mit uns teilen?

Wenn ich Gefühle ausdrücke und meinem Sohn erzähle wie viel und was er mir alles bedeutet, dann geschieht das automatisch auf Kroatisch, auch wenn ich sonst Deutsch mit ihm spreche. Das sind Situationen, die ich bewusst nicht steuere und das ist auch gut so. Rahmen und Strukturen sind notwendig, aber es muss sich insgesamt locker und natürlich anfühlen.

 

Wie gelingt Ihnen die Förderung? Gibt es Gegenwind, wenn ja von wem, auf welche Art und Weise?

Sprachlich ist unser Sohn wirklich gut drauf. Den vergangen Sommer verbrachten wir vorwiegend in Kroatien und auch ich habe mit ihm in dieser Zeit viel auf Kroatisch gesprochen, was sich äußert positiv auf sein Kroatisch ausgewirkt hat - bis dahin war Deutsch etwas dominanter. Gegenwind erlebe ich nicht. Verbesserungspotenzial sehe ich in Betreuungseinrichtungen. Mein Sohn geht in eine kleine Kindergruppe und eigentlich ist vorgesehen, dass auch ein Native English Speaker die Gruppe begleitet, doch es scheitert am fehlenden und kompetenten Personal.

 

Welche 3 Tipps & Tools würden Sie Eltern geben, die ihre Kinder auch mehrsprachig erziehen wollen?

Sich bewusst mit Sprache beschäftigen - auch wir als Eltern entwickeln uns durch die mehrsprachige Erziehung unserer Kinder weiter.

Rahmen und Strukturen zuhause schaffen; hin und wieder Impulse von Extern einbauen – z.B. durch Spielgruppen oder Theatervorstellungen in nicht-deutscher Sprache.

Es entspannt angehen, sich die Entwicklungsstufen des Kindes bewusst machen und gemeinsam genießen.

 

Steckbrief:

Name:  Danijela Juric

Arbeitsort: Wien

Muttersprache(n): Kroatisch

Fremdsprachen: Deutsch, Englisch, Französisch

Ausbildung:  Personal- und -Wissensmanagement Studium, Systemischer Coach

Website:  http://www.kroativ.at/de

Facebook:  https://www.facebook.com/kroativ.at

Porträt September 2015

Eva VASARI, Wichtig ist die Unterstützung des Partners

Mein Name ist Eva Vasari. Ich habe an der Akademie der Bildenden Künste studiert und arbeite als Illustratorin in Wien. Neben der Arbeit als freie Illustratorin unterrichte ich seit 6 Jahren das Fach bildnerische Erziehung.

Da ich als Kind mehrsprachig erzogen wurde glaube ich die Qualitäten, aber auch die Schwierigkeiten der Mehrsprachigkeit aus der Perspektive des Kindes zu kennen. Aus fester Überzeugung, dass die positiven Auswirkungen einer mehrsprachigen Erziehung überwiegen wächst mein Sohn mit der deutschen und kroatischen Sprache auf.

 

Wie gestalten Sie die mehrsprachige Erziehung Ihres Kindes?

Seit seiner Geburt spreche ich mit meinem Kind Kroatisch. Um jedoch Freunde und Bekannte durch die Sprache nicht auszuschließen spreche ich in Anwesenheit von anderen auch Deutsch.

Das sollte jedoch eher die Ausnahme sein. In Anwesenheit meines Mannes versuche ich konsequent zu bleiben und mit meinem Sohn nur Kroatisch zu sprechen. So hat auch mein Mann die Gelegenheit die zweite Sprache der Familie zu erlernen. 

 

Was tun Sie um Ihr Kind zu fördern / zu unterstützen?

Neben den alltäglichen Gesprächen hat mein Sohn auch viele kroatische Bücher. Wenn ich meine Verwandten in Zagreb besuche, nutze ich die Gelegenheit und kaufe immer ganz viele Bücher, aus denen ich meinem Sohn vorlese. Auch die DVD Sammlung hat sich seit meinem Sohn vergrößert. Es gibt Trickfilme für Kinder, die auf Kroatisch synchronisiert sind. „Finding Nemo“ ist derzeit sein Lieblingsfilm.

Wenn mein Sohn vor dem Bildschirm sitzt bekommt er fast ausschließlich kroatische Filme zu sehen.

Eine enorme Hilfe und Motivation sind die Besuche bei seinen Großeltern in Graz. Meine Eltern unterstützen mich sehr stark, indem sie konsequent Kroatisch sprechen. Er liebt seine Großeltern sehr und ich merke, dass nach jedem Wochenendbesuch in Graz er einen großen Entwicklungssprung macht. Auch meine Schwester und ihr Freund erziehen ihr Kind zweisprachig. Das hilft natürlich auch sehr.

 

Welche konkrete Sprach-Situation aus Ihrem Familienalltag würden Sie gerne mit uns teilen?

Ich finde es sehr sympathisch, wenn mein Sohn Wörter direkt übersetzt und anwendet. Als er sich zum Beispiel bei einem Kind erkundigen wollte, welche Sprache es spricht fragte er:

„Welche Zunge sprichst du?“ (Im Kroatischen sagt man statt Sprache Zunge, also: Koji jezik govoriš?)

Die Kraft der Sprache mit all ihren Höhen und Tiefen - Illustration von Eva Vasari

Gelingt es Ihnen die Mehrsprachigkeit zu fördern? Gibt es Gegenwind, wenn ja von wem, auf welche Art und Weise?

Ich denke, dass es mir recht gut gelingt die Sprache zu fördern. Ich merke aber auch, dass mir die deutsche Sprache mehr liegt und ich teilweise in der kroatischen Sprache an Grenzen stoße, oder sich teilweise die Unsicherheit einschleicht. Damit mir die mehrsprachige Erziehung gelingt muss ich auch an meiner Kompetenz arbeiten. Regelmäßiges Lesen kroatischer Literatur, Besuche im Akzenttheater, das Sprachencafé, aber auch Aufenthalte in Kroatien helfen mir da sehr.

Wichtig ist auch die Unterstützung und Wertschätzung des Partners!

Gegenwind habe ich bis jetzt nicht verspürt. Es wäre aber ganz gut, wenn es in Kindergärten und Schulen mehr Unterstützung gäbe. Vor allem Französisch und Italienisch finde ich als Angebot sehr wenig und nicht ganz nachvollziehbar.

 

Welche 3 Tipps & Tools würden Sie Eltern und PädagogInnen geben, die auch mehrsprachige Kinder/Jugendliche unterstützen wollen?

  • Das Sprachencafé am Einsiedlerplatz im 5.Bezirk, kann ich für Erwachsene empfehlen
  • Die Rückendeckung des Partners ist ganz wichtig
  • Sehr geholfen und gestärkt hat mich der Workshop von Linguamulti
  • Die Wiener Büchereien haben eine große Auswahl an Kinderbüchern in nichtdeutscher Sprache

 

Steckbrief:

Name: Eva Vasari

Arbeitsort: Wien

Erstsprache(n): Kroatisch, Ungarisch, Slowenisch, Deutsch

Fremdsprachen: Englisch, Französisch

Website: www.vasarismus.com, carolineseidler.com/evavasari

Porträt Juni 2015

Myriam PRADILLO, Viel Geduld und gute Laune

Mein Name ist Myriam Pradillo. Ich bin in Madrid geboren aber in Paris zweisprachig aufgewachsen. Ich habe in Paris und Madrid Sprache und Literaturwissenschaft studiert, das heißt, dass ich Philologin bin. Tätig als Dozentin für Französisch und Spanisch bin ich seit 1981. Ich habe in Frankreich, Spanien, USA, Belgien und Deutschland an verschiedenen Universitäten gearbeitet. Seit 1993 bin ich beim Instituto Cervantes beschäftigt. Gerade bin ich Studienleiterin am Instituto Cervantes Bremen aber auf dem Sprung nach Utrecht und mit einer neuen Sprache konfrontiert: Niederländisch!

 

Wie beeinflusst Ihre eigene Mehrsprachigkeit und die Ihrer Kinder Ihre berufliche Tätigkeit?

Dadurch, dass mein Ehmann mit unseren zwei Kindern Deutsch spricht, habe ich die Möglichkeit, die Nuancen dieser Sprache besser zu erkennen. In meiner beruflichen Tätigkeit kann ich dies z.B. bei Verhandlungen mit Partnereinrichtungen gut nutzen.

 

Wie fördern Sie Ihre Kinder in ihrer Mehrsprachigkeit, vor allem im Alltag?

Ich beharre darauf, dass meine Kinder Spanisch mit mir sprechen. Diese Regel kann sicher ab und an gebrochen werden, um Probleme in der Kommunikation zu überbrücken.

 

Welche konkrete Situation aus diesem Alltag würden Sie gerne mit uns teilen?

Meine Kinder möchten dies gerne manchmal umgehen, da für sie die deutsche Sprache auf Grund ihres Lebensumfeldes gewohnter ist. Ich bestehe aber darauf und lasse sie dann konsequent auf Spanisch wiederholen. Aus Spaß tue ich so, als hätte ich nicht alles verstanden. Was auch manchmal der Fall ist, besonders wenn sie die Umgangssprache der Jugendlichen nutzen. (Meine Kinder sind inzwischen 16 und 15 Jahre alt). Befehle geben funktioniert auch gut in beide Richtungen.

Myriam mit ihren beiden Kindern Iris und Lucas beim Fest der spanischen Sprache Día E

Wie gelingt Ihnen die Förderung? Gibt es Gegenwind, wenn ja von wem, auf welche Art und Weise?

Am besten ist es wenn man die natürliche Neugier der Kinder erwecken kann. Ich gebe mir die Mühe, viel zu wiederholen und zu betonen. Das hilft, damit der Wortschatz nicht zu klein bleibt.

Mir ist auch bewusst, dass ich, um den Sprachentwicklungsverlauf positiv beeinflussen zu können, auf Hilfsmittel zurückgreifen muss: Gemeinsames Lesen, Lieder singen, Filme sehen und kommentieren und zusammen spielen...

Das Wichtigste beim Lernen ist der quantitative und qualitative Input: Die zweite Sprache muss nicht nur häufig gesprochen werden, auch die Qualität des Inhalts sollte sich steigern. Man muss den Kindern zeigen, dass die zweite Sprache wichtig ist, um sich zu verständigen und um Missverständnisse zu vermeiden.

Das Konzept lässt sich recht gut umsetzen. Leider bleibt die geschriebene Sprache etwas im Hintertreffen und ich bin froh, dass durch die Consejeria de Educación von Spanien einmal pro Woche Spanisch-Unterricht angeboten wird, den die Kinder regelmäßig besuchen.

 

Welche 3 Tipps & Tools würden Sie Eltern geben, die ihre Kinder auch mehrsprachig erziehen wollen?

Wichtig ist, dass beide Eltern vom zweisprachigen Konzept überzeugt sind. Jeder muss aus eigenem Antrieb seine Sprache pflegen. Ich bin überzeugt, dann klappt es auch. Sehr wichtig ist, mit der zweisprachigen Erziehung nicht zu großen Druck auszuüben. Die Suche nach Anregungen um neue Impulse in der anderen Sprache zu geben ist ebenfalls wichtig. Aber viel Geduld und gute Laune sind die Hauptgrundlage.

 

Steckbrief:

Name: Myriam Pradillo

Arbeitsort: Instituto Cervantes Bremen

Muttersprache(n): Spanisch, Französisch

Fremdsprachen: Englisch, Deutsch

Ausbildung: Magister in Spanisch und in Französisch Sprache und Literatur

Website: http://www.bremen.cervantes.es

Facebook: www.facebook.com/institutocervantesbremen

Porträt Mai 2015

Derya SARICA, Sprache verbindet nun mal

Ich heiße Derya Sarica, bin Mutter eines kleinen Frechdachses und lebe und arbeite in Berlin. Als Migrationsbeauftragte im FEZ-Berlin, bin ich täglich in interkulturellen Projekten und Veranstaltungen involviert. Als Gründerin der ersten TürkischDeutschen Eltern-Plattform Mamanne.de habe ich mich ganz besonders auf Eltern fokussiert, in deren Leben die türkische Sprache als auch Kultur eine wichtige Rolle spielt.

 

Was tun Sie um mehrsprachige Kinder/Jugendliche, oder Mehrsprachigkeit im Allgemeinen zu fördern?

Ich möchte Eltern bei ihrer Entscheidung unterstützen, ihre Kinder mehrsprachig zu erziehen, indem ich ihnen auf meiner Plattform Mamanne.de beispielsweise bilinguale Kinderbücher oder auch türkisch-sprachige Theaterkurse vorstelle. Verschiedene Bloggerinnen berichten regelmäßig darüber, wie sie z.B. in ihrem Alltag mit den Hürden der Mehrsprachigkeit umgehen oder erzählen warum sie sich bewusst für eine bilinguale Erziehung entschieden haben.

 

Welche Situation aus Ihrem beruflichen Alltag würden Sie gerne mit uns teilen?

Auf einer Veranstaltung für Kinder haben wir neben vielen anderen Kreativangeboten „Türkisch für Jedermann/frau“ angeboten. Unabhängig davon, ob die Kinder einen Bezug zur türkischen Sprache oder Kultur hatten, wurde speziell dieses Angebot mit großer Begeisterung angenommen. Manch einer kommentierte dies mit voller Freude: „Jetzt kann ich mein Wasser im Urlaub selber bestellen“. Besonders in einer Stadt wie Berlin ist das Interesse vor allem bei Kindern ganz groß geschrieben. Sprache verbindet nun mal.

 

Wie gelingt es Ihnen Mehrsprachigkeit zu fördern? Gibt es Gegenwind, wenn ja von wem?

Viele Eltern sind sehr dankbar über die vielen Tipps zur Förderung der Mehrsprachigkeit. Im Türkischen gibt es nicht umsonst das Sprichwort „Bir lisan, bir insan. Iki lisan, iki insan.", was übersetzt "Eine Sprache, ein Mensch. Zwei Sprachen, zwei Menschen" bedeutet. Für Mamanne.de haben wir die Sprachwissenschaftlerin Sevda Aktas gewinnen können, welche in ihren Beiträgen den Eltern verschiedene theoretische Fördermöglichkeiten aufzeigt. Um dieses Thema nicht nur in der Theorie zu behandeln, stellen wir auch ganz konkret diese Möglichkeiten für die Praxis vor. Dazu gehören die bilingualen Kurse der Stadt, bilinguale Kinderbücher, türkisch-sprachige Kinderlieder und die bilingualen Kitas und Schulen.

Der Gegenwind kommt von der Gesellschaft selbst. Eltern, die ihren Kindern Spanisch, Englisch oder auch Chinesisch beibringen, ganz unabhängig davon, ob diese Eltern selber diese Sprachen sprechen oder gar einen Bezug dazu haben, werden für diese Förderung gelobt. Andere Eltern dahingegen, die sich konsequent dafür einsetzen ihre türkische Muttersprache mit dem Kind zu sprechen, werden kritisiert, da dann angeblich die deutsche Sprache zu kurz kommt.

 

Welche 3 Tipps würden Sie Eltern und PädagogInnen geben, die auch mehrsprachige Kinder/Jugendliche unterstützen wollen?

1) An erster Stelle möchte ich natürlich meine Webseite mamanne.de empfehlen, da viele Tipps querbeet zum Thema Mehrsprachigkeit aufgezeigt werden. Buchempfehlungen und Rezensionen helfen dem Leser bei der Suche aber auch bei der Kaufentscheidung.

2) Ein weiterer Tipp ist die DeuKische Generation e.V. Der Verein organisiert verschiedene Workshops für Lehrer-, Eltern- und Schülergruppen. Mehr Infos unter: www.deukischegeneration.de

3) Mein dritter Tipp ist der Young Voice TGD. Der Jugendverband hat sich vorgenommen, jungen Menschen Angebote zur Förderung ihrer Entwicklung zur Verfügung zu stellen

 

Steckbrief:

Name: Derya Sarica

Arbeitsort: FEZ-Berlin & Mamanne.de

Muttersprache(n): Deutsch & Türkisch

Fremdsprachen: Englisch

Ausbildung: Diplom Kauffrau

Website: www.mamanne.de      

Facebook: www.facebook.de/mamanne.de

Porträt April 2015

Antonia HIMMEL-AGISBURG, lernt von den Kids

Mein Name ist Antonia Himmel-Agisburg, ich unterrichte im Schulzentrum Friesgasse, einer bunten, multikulturellen Schule im 15. Bezirk, an der Lehrende und Lernende aus vielen Kulturen und Religionen gemeinsam leben und lernen. Wir sind stolz darauf, dass in der Friesgasse über 40 Sprachen gesprochen werden!

 

Was tun Sie an Ihrer Schule, um mehrsprachige Kinder oder Mehrsprachigkeit im Allgemeinen zu fördern?

Ich unterrichte in in der Übergangsstufe, in der Handelsschule und im HAK-Aufbaulehrgang Deutsch. In allen Klassen lernen Jugendliche mit Deutsch als Muttersprache gemeinsam mit Jugendlichen, die Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache erlernen.

Mehrsprachigkeit ist daher unser Alltag. Wir helfen einander: Ein armenischer Schüler mit Basics in Russisch kann von einer ukrainischen Schülerin mir Russisch als Zweitsprache Erklärungen für Deutsch bekommen! Die meisten erlernen in wenigen Monaten das A2/B1 Niveau in Deutsch. Das erfordert für eine Lehrperson viel an Vorbereitung und fachlichem Know-how.

Aber auch die eigene Freude, als Lehrende Neues von den SchülerInnen zu lernen, darf nicht zu kurz kommen. Warum nicht einmal die Struktur der deutschen Grammatik mit der türkischen vergleichen? Hilfreich ist es, dass wir in den 1. Klassen HAS Deutsch in Gruppen zu je 15 SchülerInnen unterrichten dürfen und zusätzlich auch unterstützendes Sprachtraining Deutsch für jene, die es brauchen, anbieten.

Als ÖSD-Prüfungszentrum bieten wir auch Prüfungen auf allen Sprachniveaus, vor allem in B1, an.

Vielfalt und Freude ist bei den SchülerInnen von Frau Himmel-Agisburg zu sehen!

Wie gelingt es Ihnen, Mehrsprachigkeit zu fördern? Gibt es Gegenwind, wenn ja von wem und auf welche Art und Weise?

Der Vielfalt der Sprachen wird bei uns Raum gegeben. Wir sind seit 4 Jahren Teilnehmende beim Redewettbewerb Sag’s Multi und sind auch sehr stolz darauf, für Sag´s Multi Gastgeber-Schule sein zu dürfen. Dieser zweisprachige Redewettbewerb motiviert junge Menschen, ihre Gedanken in den Sprachen zu artikulieren, die zu ihnen gehören: in Deutsch und in der Muttersprache. Durch diese mehrsprachigen Präsentationen bekommt die Muttersprache einen besonderen Stellenwert und auch Anerkennung  - eine Erfahrung, die den Jugendlichen den Rücken stärkt und Selbstbewusstsein fördert.

Eine Herausforderung ist es für uns Lehrende und Lernende, aus sehr begrenzten Möglichkeiten doch immer wieder Neues und Kreatives zu schöpfen.

Stolze TeilnehmerInnen beim mehrsprachigen Redewettbewerbs "Sag's multi!"

Welche 3 Tipps würden Sie PädagogInnen geben, die auch mehrsprachige Kinder unterstützen wollen?

1) Lernen Sie selber eine neue Fremdsprache, Ihre SchülerInnen freuen sich, wenn Sie Ihnen helfen dürfen!

2) Interessieren Sie sich aktiv für die Sprachen, Kulturen und Religionen Ihrer SchülerInnen, das zeigt Ihre Offenheit und Wertschätzung.

3) Reflektieren Sie Ihr eigenens Sprachbewusstsein, Ihre eigenen Kultur und Identität, denn sich selbst zu kennen ist der erste Schritt hin zum anderen.

 

Steckbrief:

Name: Mag. Antonia Himmel-Agisburg MA

Arbeitsort: HAS / HAK-Aufbaulehrgang Schulzentrum Friesgasse

Muttersprache: Deutsch

Fremdsprachen: Latein, Griechisch, Englisch, Französisch, Serbisch, Kroatisch

Ausbildung: kath. Theologie und Germanistik (Universität Wien), Orthodox Religion and Gender Studies (University of Bristol, GB)

zusätzliche Ausbildung: Kroatisch als Fremdsprache (Sprachschule Universität Zadar, HR), laufende LehrerInnenfortbildung, Ausbildung zur ÖSD-Prüferin

Website: www.schulefriesgasse.ac.at

Porträt März 2015

Susanne GÖD, Weiterbildung für ihre LehrerInnen

Mein Name ist Susanne Göd. Ich bin seit dem Schuljahr 2003/2004 mit der pädagogischen und administrativen Leitung der öffentlichen Volksschule in der Selzergasse 1150 betraut. Zuvor unterrichtete ich zwanzig Jahre an verschiedenen Volksschulen. Neben dem Volkschullehramt erwarb ich das Magisterium aus Philosophie (Pädagogik/ Fächerkombination aus Sonder- und Heilpädagogik) und absolvierte die Ausbildung zur Elternbildnerin, ein Lehrgang des Bundesministeriums für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz.

 

Was tun Sie an Ihrer Schule, um mehrsprachige Kinder oder Mehrsprachigkeit im Allgemeinen zu fördern?

Ich biete regelmäßig schulinternen Fortbildungen für den gesamten Lehrkörper an.

 

Wie gelingt es Ihnen, Mehrsprachigkeit zu fördern? Gibt es Gegenwind, wenn ja von wem und auf welche Art und Weise?

Vor allem ist es wichtig, die Lehrerinnen und Lehrer über die Bedeutung von Mehrsprachigkeit und der Muttersprache für die Entwicklung unserer Kinder aufzuklären und ihnen diese Bedeutung für den täglichen Unterricht bewusst zu machen. Nicht immer sieht es der gesamte Lehrkörper als einen Gewinn.

Manchmal gibt es auch Gegenwind von den Eltern, die nicht erkennen, welche Bedeutung die Muttersprache für das Erlernen der Zweitsprache Deutsch hat.

 

Frau Direktor Göd mit Lehrerinnen bei einem Linguamulti-Workshop

Welche 3 Tipps würden Sie PädagogInnen geben, die auch mehrsprachige Kinder unterstützen wollen?

 

1) Wertschätzung der Mehrsprachigkeit der SchülerInnen

2) Bereitschaft, Mehrsprachigkeit zu fördern, wo es möglich ist

3) Wahrnehmen aller sprachlichen Fähigkeiten der SchülerInnen

 

Steckbrief:

Name: Mag. H. Susanne Göd

Arbeitsort: Öffentliche Volksschule Selzergasse

Muttersprache(n): Deutsch

Fremdsprachen: Englisch

Ausbildung: Volkschullehramt, Studium der Pädagogik und Sonder- und Heilpädagogik

Website: www.kinderinsel.schule.wien.at

Porträt Februar 2015

Nicole TUBIC, fördert die ganz kleinen Mehrsprachigen

Mein Name ist Nicole Tubic. Ich bin 31 Jahre alt und bin seit 2009 im Kindergarten Sonnenstrahl tätig. Seit 2014 habe ich die Gruppenleitung in der Krippe übernommen.

 

Was tun Sie um mehrsprachige Kinder oder Mehrsprachigkeit im Allgemeinen zu fördern?

Wir versuchen spielerisch die Kinder als „Übersetzer“ zu animieren. Dies erfolgt z.B.: bei Farben, Tieren oder auch Gegenständen. In der Krippe ist dies jedoch nicht immer möglich, da die Kinder meistens noch nicht über einen großen Wortschatz verfügen.

 

Welche konkrete Situation aus Ihrem beruflichen Alltag würden Sie gerne mit uns teilen?

Wir haben ein Begrüßungslied mit der Unterstützung unserer Eltern auf verschiede Sprachen übersetzt und dies mit den Kindern Step by Step gelernt. Nun wird dieses Begrüßungslied in vielen Sprachen im Morgenkreis gesungen.

Morgenkreis in der Kinderkrippe Sonnenstrahl

Wie gelingt Ihnen die Förderung?

Wir zählen auf die Unterstützung unserer Eltern!

 

Welche drei Tipps würden Sie PädagogInnen geben, die auch mehrsprachige Kinder unterstützen wollen?

1) Während dem Spielen die Gegenstände auf Deutsch und dann in der jeweiligen Muttersprache benennen

2) Eltern um Unterstützung bitten

3) Deutliche Aussprache

 

Steckbrief:

Name: Nicole Tubic

Arbeitsort: KIGA Sonnenstrahl

Muttersprache(n): Serbisch, Kroatisch, Deutsch

Fremdsprachen: Englisch

Website: www.kiga-sonnenstrahl.at

Kontakt

Mag. Zwetelina Ortega

z.ortega[at]linguamulti.at

+43 6769669775

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